Die erneuerbaren Energien in Deutschland 2025 zeigen ein gemischtes Bild: Während die Photovoltaik neue Rekorde erreicht, bremste ein außergewöhnlich windschwaches erstes Quartal die Gesamtentwicklung. Im ersten Halbjahr lag der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bei 54 Prozent, drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Das geht aus Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. Trotz des Rückgangs bleibt der langfristige Trend positiv: Die Energiewende schreitet weiter voran, angetrieben durch starke Zuwächse bei der Solarenergie.
Erstes Quartal 2025: Schwacher Wind, starke Sonne
Das Jahr 2025 begann für die erneuerbaren Energien in Deutschland mit schwierigen Wetterbedingungen. Die Stromerzeugung sank im ersten Quartal um 4,5 Prozent, und der Anteil der Erneuerbaren lag mit 49,3 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert. Hauptursache war der geringe Wind: Die Windstromerzeugung an Land ging um rund 31 Prozent zurück, die Offshore-Windkraft verzeichnete ein Minus von etwa 17 Prozent. Phasenweise kam es zu Zeiten, in denen kaum Strom aus Wind oder Sonne gleichzeitig erzeugt wurde.
Dafür glänzte die Photovoltaik bereits früh im Jahr. Mit 11,2 TWh Solarstrom wurde ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal erzielt. Alle drei Monate des ersten Quartals brachten neue Höchstwerte, vor allem der März mit rund 200 Sonnenstunden. Die installierte PV-Leistung war zudem fast 10 GW höher als 2024, was die Solarenergie zur stabilisierenden Säule im Strommix machte.
Zweites Quartal 2025: Höchster Anteil Erneuerbarer aller Zeiten
Im zweiten Quartal änderte sich die Situation deutlich. Die erneuerbaren Energien in Deutschland 2025 erreichten mit einem Anteil von 67,5 Prozent an der Stromerzeugung den höchsten Quartalswert seit Beginn der Erhebungen. Damit übertraf Deutschland den bisherigen Rekord von 64,1 Prozent aus dem Vorjahr deutlich.
Trotz weiterhin unterdurchschnittlicher Windbedingungen sorgte die Photovoltaik für Rekordergebnisse: Mit 29 TWh Solarstrom erreichte sie den höchsten Quartalswert aller Zeiten. Die stabile Sonneneinstrahlung und der starke Ausbau der Anlagen führten zu einer außergewöhnlich hohen Einspeisung. Auch der Stromverbrauch sank leicht, während die Gesamterzeugung leicht anstieg, ein Zeichen für die zunehmende Effizienz und Bedeutung der Erneuerbaren im deutschen Stromsystem.
Drittes Quartal 2025: Solarenergie überholt Vorjahr
Im dritten Quartal 2025 setzte sich der positive Trend fort. Die Stromerzeugung lag leicht über dem Vorjahreswert, und 65,1 Prozent der gesamten Einspeisung stammten aus erneuerbaren Quellen. Damit festigten die erneuerbaren Energien in Deutschland 2025 ihren Platz als wichtigste Stromquelle. Besonders stark präsentierte sich die Photovoltaik, die mit 25,7 TWh erneut ein Rekordniveau erreichte.
Auch Wind Onshore und Wind Offshore legten im Vergleich zu 2024 zu. Im September sorgte ein Sturmtief in Norddeutschland für besonders hohe Einspeisungen. Insgesamt wurde in den ersten neun Monaten des Jahres bereits mehr Solarstrom produziert als im gesamten Vorjahr, ein bedeutender Meilenstein für die Energiewende. Der Zubau von über 10.000 MW Solarleistung und rund 4.000 MW Windkraft seit 2024 trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.
Jahresverlauf und Ausblick
Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 141 Mrd. kWh Ökostrom erzeugt, rund 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Dennoch bleibt der Ausbau der Erneuerbaren auf einem hohen Niveau. Die erneuerbaren Energien in Deutschland 2025 zeigen eindrucksvoll, dass wetterbedingte Schwankungen zunehmend durch technische Fortschritte und Kapazitätszuwächse ausgeglichen werden.
Während die Windkraft von Jahr zu Jahr stärker von klimatischen Bedingungen abhängt, sorgt der anhaltende Boom der Photovoltaik für Stabilität und Wachstum. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung lag im ersten Halbjahr bei 56 Prozent. Damit bleibt Deutschland trotz zwischenzeitlicher Rückgänge klar auf Kurs, seine Ausbauziele bis 2026 zu erreichen.








