Die Weltbevölkerung wächst immer weiter und somit steigt auch der Bedarf an Energie. Auch die wachsende Industrie verbraucht immer größere Mengen an Energie. Fossile Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl sind jedoch nicht unbegrenzt verfügbar. Deshalb gewinnen regenerative Energiequellen zunehmend an Bedeutung. Sie gelten als wichtiger Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung und spielen eine zentrale Rolle für die Energiezukunft von Unternehmen, Industrie und Gesellschaft.
Was sind regenerative Energiequellen?
Die Welt benötigt alternative Energieformen, die sich auf natürliche Weise erneuern und unbegrenzt zur Verfügung stehen. Zu diesen regenerativen Energiequellen zählen Wasserkraft, Sonnen- und Windenergie, Biomasse sowie Erdwärme. Diese Energieformen sind klima- und gesundheitsfreundlich, da sie weder Treibhausgase noch Schadstoffe erzeugen.
Welche Vorteile bieten regenerative Energiequellen gegenüber fossilen Brennstoffen?
Nicht nur die Klimafreundlichkeit ist ein Vorteil der regenerativen Energiequellen. Auch wird Deutschland durch erneuerbare Energien unabhängiger vom Import fossiler Brennstoffe. Dies ist gerade durch den Ukraine-Krieg und die andauernde Energiekrise von großer Relevanz. Durch die eigene Energieerzeugung kann Deutschland Kosten sparen und eigenständiger agieren.
Erneuerbare Energien sind zudem ein bedeutender Wachstumsmarkt. Rund um diese alternativen Energieformen hat sich eine Hightech-Branche entwickelt. Im Jahr 2020 gab es laut Internationaler Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) weltweit rund zwölf Millionen Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien. Die meisten Arbeitsplätze entfallen auf die Photovoltaikbranche.
Welche regenerativen Energiequellen gibt es?
Insgesamt gibt es fünf Arten von regenerativen Energiequellen: Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme. Im Jahr 2021 wurden insgesamt rund 467,3 Terawattstunden (TWh) durch erneuerbare Energieträger bereitgestellt. Davon entfielen 50 % auf die Stromerzeugung, 43 % auf die Wärmeerzeugung und 7 % auf den Verkehr.
Durch die Nutzung regenerativer Energiequellen konnten im Jahr 2021 rund 221,4 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden werden.

Solarenergie & Photovoltaik
Die Sonne sendet enorme Energiemengen auf die Erde. In einer Stunde ist dies genug Energie, um theoretisch die ganze Erde ein Jahr lang mit Strom versorgen zu können. Entsprechend sinnvoll sind Photovoltaikmodule, die weltweit auf Gebäudedächern und Freiflächen zu finden sind. Hier wandeln Halbleiter aus Silizium die Sonnenstrahlen in elektrischen Strom um.
Alternativ lässt sich aus Sonnenenergie auch Wärme erzeugen. Dann heizen thermische Solarkollektoren mithilfe von Sonnenlicht Öl oder Wasser auf. Das warme Wasser kann anschließend zum Heizen verwendet werden.
Photovoltaikanlagen haben 2021 in Deutschland rund 50 TWh Strom produziert. Das ergibt einen Anteil von 21,4 % der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Windenergie
Fast überall in Deutschland kann man Windkraftanlagen sehen. Der Wind setzt einen Motor in Drehung. Ein Generator wandelt diese Bewegungsenergie in Strom um, ähnlich wie bei einem Fahrraddynamo.
Windkraftanlagen haben in Deutschland im Jahr 2021 insgesamt 113,9 TWh Strom produziert. An der in Deutschland erzeugten Strommenge aus erneuerbaren Energien haben sie einen Anteil von rund 48,7 %.

Wasserkraft
Energie kann auch durch fließendes Wasser gewonnen werden. In Wasserkraftwerken sitzen Turbinen. Durch die kinetische Energie des Wassers werden die Räder in den Turbinen angetrieben, die wiederum Stromgeneratoren antreiben.
Die Wasserkraft hat unter den erneuerbaren Energien einen Anteil von 8,2 %. Rund 19,4 TWh wurden im Jahr 2021 produziert und eingespeist.

Biomasse
Als weitere Quelle für die Energieerzeugung spielen pflanzliche und tierische Abfälle eine Rolle. Wird diese Biomasse in einem Kessel verbrannt, setzt dieser Vorgang Hitze frei, welche anschließend Wasser zum Sieden bringt. Der entstehende Wasserdampf treibt Turbinen an, die wiederum über Generatoren Strom erzeugen.
Durch Biomasse wurden 2021 rund 50,4 TWh erzeugt. Das entspricht 21,6 % des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien in Deutschland.

Erdwärme (Geothermie)
Auch unter der Erde steckt Energie. Alle 100 Meter erhöht sich die Temperatur in der Erde um drei Grad Celsius. In der Nähe von Vulkanherden ist der Wert sogar noch höher.
Diese Wärme kann genutzt werden, um Strom zu gewinnen. Mit riesigen Bohrern in Erdwärmekraftwerken dringt man in den Boden ein. Pumpen befördern anschließend Wasser in das Erdinnere. Das kühle Wasser verwandelt sich in der Tiefe in Dampf und treibt Turbinen sowie Stromgeneratoren an.
Die Geothermie spielt in Deutschland eine untergeordnete Rolle. Im Jahr 2021 wurden hier 0,2 TWh erzeugt. Das sind gerade einmal 0,09 %.
Die Geothermie spielt in Deutschland eine untergeordnete Rolle. 2021 wurden hier 0,2 TWh erzeugt. Das sind gerade mal 0,09 %.
Erneuerbare Energien weltweit
Auch außerhalb Deutschlands schreitet der Ausbau erneuerbarer Energien immer weiter voran. Insgesamt wurden 6.963 TWh aus erneuerbaren Energien erzeugt. Der Anteil erneuerbarer Energien am weltweiten Energieverbrauch beträgt 13,8 %.
Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Unternehmen
Die Energiekosten nehmen in Industrie und Gewerbe eine zunehmende Rolle ein. Dadurch werden Unternehmen gefordert, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umzusetzen und ihre Energieversorgung zukunftsfähig auszurichten.
Daher sollten Unternehmen einen Blick auf ihre Energieverbräuche werfen und ermitteln, wo sie Energie sparen und regenerative Energiequellen einsetzen können. So lassen sich Nachhaltigkeit und Energieversorgung langfristig miteinander verbinden.
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Michael Albring
Regenerative Energiequellen sind heute ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung. Entscheidend ist dabei nicht nur die Erzeugung, sondern auch das Verständnis für den tatsächlichen Energieverbrauch und die effiziente Nutzung im Unternehmen.





