Stromexport Deutschland 2026: Deutschland wird wieder Nettoexporteur von Strom im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2026 hat sich der deutsche Strommarkt deutlich verändert. Der Stromexport Deutschland 2026 zeigt erstmals seit dem vierten Quartal 2023 wieder eine klare Nettoexportposition. Zwischen Januar und März exportierte Deutschland mehr Strom ins Ausland, als es importierte. Damit kehrt sich der Trend aus den Jahren 2024 und 2025 um, in denen Deutschland zeitweise Nettoimporteur von Strom war.

Wie geopolitische Entwicklungen und der Iran-Krieg die Energiepreise in Deutschland 2026 beeinflussen, können Sie in unserem Blogbeitrag nachlesen.

Insgesamt wurden im ersten Quartal 17,9 Terawattstunden Strom exportiert, während die Importe bei 15,3 Terawattstunden lagen. Daraus ergibt sich ein Nettoexport von 2,6 Terawattstunden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Stromexporte um 23,5 Prozent. Der Stromexport Deutschland 2026 markiert damit eine deutliche Bewegung im europäischen Stromhandel.

Preisrückgänge im Großhandel als zentraler Treiber

Ein zentraler Treiber für den Stromexport Deutschland 2026 sind die Entwicklungen auf dem Stromgroßhandelsmarkt. Der durchschnittliche Day-Ahead-Preis sank im ersten Quartal um 8,7 Prozent auf 102,17 Euro pro Megawattstunde. Gleichzeitig lagen die Preise in vielen Nachbarländern höher als in Deutschland.

Diese Preisstruktur führte dazu, dass es für ausländische Stromversorger häufig wirtschaftlich sinnvoller war, Strom aus Deutschland zu beziehen. Gleichzeitig sank für deutsche Versorger der Anreiz, Strom aus dem Ausland einzukaufen. Diese Verschiebung im Preisgefüge trug wesentlich dazu bei, dass Deutschland wieder zum Nettoexporteur wurde.

Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung im Außenhandel mit einzelnen Ländern. Österreich blieb der größte Abnehmer deutscher Stromexporte mit 4,1 Terawattstunden. Deutliche Zuwächse gab es außerdem bei den Lieferungen nach Dänemark, die um 113,4 Prozent auf 2,3 Terawattstunden stiegen, sowie nach Norwegen, wo die Exporte um 530,9 Prozent auf 0,8 Terawattstunden zunahmen. Gleichzeitig gingen die Exporte nach Frankreich deutlich zurück.

Mehr Stromerzeugung und steigender Anteil erneuerbarer Energien im Stromexport Deutschland 2026

Parallel zum steigenden Außenhandel nahm auch die Stromerzeugung in Deutschland insgesamt zu. Die Netto-Stromerzeugung lag im ersten Quartal bei 126 Terawattstunden und damit 7 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit wurde der höchste Quartalswert seit dem ersten Quartal 2023 erreicht.

Quelle: https://www.smard.de/page/home/topic-article/444/220298/nettoexport-von-strom-im-ersten-quartal

Die Abbildung zeigt die Energieträgeranteile an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland im ersten Quartal 2026. Mit 52,8 Prozent stellen erneuerbare Energien erstmals den größten Anteil am Strommix, wobei insbesondere Windenergie an Land und Offshore sowie Photovoltaik den Hauptbeitrag leisten. Konventionelle Energieträger wie Kohle und Gas verlieren im Vergleich weiter an Bedeutung.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Entwicklung im Stromexport Deutschland 2026 ist der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien. Insgesamt stieg der Anteil der erneuerbaren Stromquellen an der Gesamterzeugung von 49,4 Prozent im Vorjahresquartal auf 52,8 Prozent im ersten Quartal 2026. Damit stammte mehr als die Hälfte der erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen.

Die Windenergie an Land blieb dabei der wichtigste Energieträger im deutschen Strommix. Die Einspeisung aus Onshore-Windkraft stieg im Vergleich zum windarmen Vorjahresquartal um 23 Prozent auf 33,1 Terawattstunden, blieb jedoch unter den Werten der Jahre 2022 bis 2024.

Noch dynamischer entwickelte sich die Offshore-Windkraft. Sie legte um 45 Prozent zu und erreichte mit 9,7 Terawattstunden einen neuen Höchstwert für ein erstes Quartal. Die Photovoltaik blieb mit 11,5 Terawattstunden nahezu stabil gegenüber dem Vorjahr.

Rückgang konventioneller Energieträger im Strommix

Während die erneuerbaren Energien zulegten, sank die Stromerzeugung aus konventionellen Quellen im gleichen Zeitraum um 8,5 Prozent auf 72,9 Terawattstunden. Besonders deutlich war der Rückgang bei Kohle: Braunkohle sank um 5 Prozent auf 20,1 Terawattstunden, Steinkohle um 3 Prozent auf 10,7 Terawattstunden.

Lediglich Erdgas verzeichnete einen leichten Anstieg von 5,8 Prozent auf 22,5 Terawattstunden. Insgesamt zeigt sich im Stromexport Deutschland 2026, dass die Struktur der Stromerzeugung zunehmend von erneuerbaren Energien geprägt ist, während fossile Energieträger an Bedeutung verlieren.

Gleichzeitig machte sich diese Entwicklung auch im Außenhandel bemerkbar: Mehr als die Hälfte der exportierten Strommengen – rund 57,1 Prozent – stammten bereits aus erneuerbaren Energien. Besonders Windkraft an Land trug wesentlich zu den Exportmengen bei.

Der Stromimport blieb dagegen stärker von konventionellen Energieträgern geprägt, wobei insbesondere Kernenergie einen großen Anteil ausmachte.

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